Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Methoden

Die Methodenbeschreibungen helfen Ihnen bei der Umsetzung in der Praxis. Sie können die Methoden natürlich Ihren Bedürfnissen entsprechend adaptieren.

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Es wurden 77 Methodeninformationen zu den ausgewählten Kriterien gefunden.

So funktioniert Brainstorming
Mit Papier und Stiften zur Kreativität

Zu den Grundregeln des Brainstormings gehört, dass prinzipiell jede Idee erlaubt ist. Kritik oder Diskussionen sind in der Brainstorming-Phase verboten. Die Lernenden sollen so viele Ideen wie möglich einbringen und dabei auch Ideen der anderen aufgreifen und weiterentwickeln können. Erst nach Abschluss des Brainstormings wird kommentiert, diskutiert und zusammengefasst.

Brainstorming: Mögliche Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung

Die Schüler*innen sollen in Kleingruppen zu je ca. vier Schüler*innen (ohne Hilfe und Kommentar des Lehrers/der Lehrerin) alles, was ihnen zum Thema: „Mögliche Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung“ einfällt, sammeln und in Form von Stichworten auf ein Plakat schreiben. Dabei ist jede Idee bzw. jeder Gedanke, der zum Thema passt, erlaubt.

Brainstorming: Welche Möglichkeiten haben wir, etwas gegen die globale Erwärmung zu tun?

Die Schüler*innen sollen in Kleingruppen zu je vier Schüler*innen (ohne Hilfe und Kommentar des Lehrers/der Lehrerin) alles, was ihnen zum Thema: „Mögliche Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung“ einfällt, sammeln und in Form von Stichworten auf ein Plakat schreiben. Dabei ist jede Idee bzw. jeder Gedanke, der zum Thema passt, erlaubt.

Mehrpunktentscheidung
Durch die Vergabe von Punkten werden die besten Vorschläge aus einer Ideensammlung ausgewählt.

Es soll zwischen mehreren Vorschlägen entschieden werden. Alle erhalten zur Abstimmung mehrere Punkte, die nun verteilt werden. Es ist auch möglich, die Punkte nur einem einzigen Vorschlag zuzuordnen. Die Reihenfolge der Prioritätensetzung und Gewichtung unter den Teilnehmenden wird so gut sichtbar.

6-3-5 Methode
Ein Problemlösungsverfahren zur Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen in einer Gruppe

Alle Schüler*innen schreiben Ideen oder Lösungsvorschläge zu einer Impulsfrage oder einem Problem auf. In Kleingruppen rotieren dann die "Ideenblätter", wobei sich die Mitglieder der Kleingruppe von den Vorschlägen der anderen inspirieren und ihren Assoziationen freien Lauf lassen sollen. 6-3-5 Methode bedeutet: 6 Teilnehmer*innen schreiben jeweils 3 Ideen in 5 Minuten auf.

Bilder malen
Gemeinsames Gestalten eines Bildes zu einem Impulsbegriff

In Kleingruppen malen die Schüler*innen zu einem von der Lehrkraft vorgegebenen Impulsbegriff gemeinsam ein Bild. Anschließend werden die Bilder den anderen Gruppen präsentiert und gemeinsam besprochen. Die Methode eignet sich gut zum Themeneinstieg sowie zur Sammlung von Ideen.

Appreciative Inquiry (AI)- Wertschätzends Erkunden
Veränderungsprozesse aufgrund von vorhandenen Stärken, Potentialen und Positivem in die Wege leiten

Die AI wurde in den 1980er Jahren mit der Intention „Think positive“ in den USA entwickelt. Umschrieben heißt der Begriff AI so viel wie wertschätzende Erkundung. Ziel der AI ist es, den Blick auf vorhandene Stärken, Potentiale und das Positive innerhalb einer Gruppe, eines Teams zu richten, um ausgehend von einem positiven Selbstbild Veränderungsprozesse in die Wege zu leiten.

Befragung von ExpertInnen
Tipps und Informationen zur Erweiterung des eigenen Know-how

Zu einem bestimmten Thema, einem Projekt oder Ähnlichem werden Expert*innen in einem Gespräch von den Schüler*innen befragt um Tipps und Informationen („Experten-Know-how“) für das eigene Projekt zu erhalten oder um in lebendiger Form Fachinformationen zu bekommen. 

Erwartungsabfrage
Eine Methode zum Einstimmen in ein Thema

An einer Wandzeitung äußern die Schüler*innen in Schlagworten ihre Erwartungen – beispielsweise an eine Veranstaltung. Die Anfangsbuchstaben entsprechen den Buchstaben eines Impulsbegriffs.

Fragerunde
Ein guter Themeneinstieg

Die Fragerunde ermöglicht einen guten Themeneinstieg ist aber auch beim Sammeln und Finden von Lösungen, Kritikpunkten etc. hilfreich.

Brainstorming: Klimawandel im Alltag? Was fällt zum Klimawandel ein?

Die Schüler*innen sollen in Kleingruppen zu je 4-6 Schüler*innen (ohne Hilfe und Kommentar des Lehrers/der Lehrerin) alles, was ihnen zum Thema: „Alltägliche Hinweise auf den Klimawandel“ einfällt, sammeln und in Form von Stichworten auf ein Plakat schreiben. Dabei ist jede Idee bzw. jeder Gedanke, der zum Thema passt, erlaubt.

Google Earth im Unterricht

Google Earth ist eine interessante Ergänzung zu bisher eingesetzten Arbeitsmitteln im Untericht. Die Anwendung bietet die Möglichkeit einen gänzlich neuen Blickwinkel auf unsere Erde zu erhalten – Zusammenhängen, aber auch Details selbständig nachzugehen und Inhalte, die sonst schwerer zu transportieren sind, effektiv und motivierend zu vermitteln.

Wie kann man Google Earth verwenden?

Neu bei Google Earth?

Google Earth - Umwelt generell

Die UNEP hat interessante Einträge in Google Earth: Öffnen Sie dazu in den „Ebenen“ den Ordner „Globales Denken“ und klicken dort auf „UNEP: Atlas der Umweltveränderungen“. Auf der ganzen Welt werden nun Einträge sichtbar, die angesehen werden können.

Links zur Verwendung von Google Earth im Unterricht

Google Earth ist eine interessante Ergänzung zu bisher eingesetzten Arbeitsmitteln im Untericht. Es bietet die Möglichkeit einen gänzlich neuen Blickwinkel auf unsere Erde zu erhalten Zusammenhängen aber auch Details selbständig nachzugehen und Inhalte, die sonst schwerer zu transportieren sind, effektiv und motivierend zu vermitteln. Aktuell sind allerdings noch viele der Anwendungen in Englisch!

Google Earth – selbst gemacht

Auf Google Earth kann man sehr einfach eigene Anwendungen, wie sie tw. unter Links zur Verwendung von Google Earth im Untericht beschrieben wurden erstellen. Hier wird ein Beispiel anhand eines Kleinkraftwerksprojektes (das gänzlich fiktiv ist!) beschrieben.

KAWA
Kreativ Analograffiti Wort Assoziation

KaWa steht für "Kreativ Analograffiti Wort Assoziation" und ist eine von Vera F. Birkenbihl entwickelte Methode. "Analograffiti" steht bezeichnend für analoges Denken (analog) und bildlich (Graffiti). Es handelt sich dabei um ein Wortbild, um Wissen zu verknüpfen (Assoziationen finden) und neue Ideen zu entwickeln.

Gruppenpuzzle zu den Energieformen: Kohle, Erdöl, Erdgas und Atomkraft

Expert*innenblatt A Stammgruppe Nummer:

Gruppenpuzzle zu den Energieformen: Wasserkraft, Windenergie, Solarthermie, Solarenergie

Expert*innenblatt AStammgruppe Nummer

Gruppenpuzzle zu den Energieformen: Gezeitenkraftwerke, Energie aus Biomasse, Geothermie, Elektrochemische Energie

Expert*innenblatt A Stammgruppe Nummer

Das Lerntagebuch
Förderung von Lernprozessen im alltäglichen Unterricht

Das Lerntagebuch dient einerseits der Selbstreflexion der Lernenden, kann aber auch zur Beobachtung des Lernprozesses oder als Rückmeldemöglichkeit der Lehrenden herangezogen werden. Das Führen eines Lerntagebuches fördert den Lernprozess. Es erhöht die mittel- und langfristigen Behaltensleistungen und lässt sich ohne großen Aufwand in den alltäglichen Untericht einbeziehen.

Lerntriaden oder Walk the Thought
Begleitung von Lernprozessen in größeren Gruppen über einen längeren Zeitraum (z.B. Projektwoche)

Bei dieser Methode geht es um das Zusammenarbeiten in zufällig zusammengewürfelten Kleingruppen, die dann den ganzen Kurs hindurch gleich bleiben.

So funktioniert Mind Mapping
Gemeinsam Zusammenhänge und Gegensätze strukturiert darstellen

Mind Mapping dient dazu, komplexe Strukturen darzulegen und Zusammenhänge und Gegensätze klar zu visualisieren. Es entsteht eine „Landkarte des Geistes“ (Mind Map).

Warum Mind Mapping ?

Das menschliche Gehirn besitzt eine linke und eine rechte Hälfte. Neuere Forschungen zeigen, daß beide Gehirnhälften jeweils unterschiedliche Funktionen wahrnehmen. Die linke Gehirnhälfte ist bei den meisten von uns für rationales Denken, Logik, Sprache, Zahlen, Linearität und Analyse zuständig, während der rechte Teil überwiegend Raumwahrnehmung, Phantasie, Farbe, Rhythmus, Gestalt, Musterkennung und Dimensionalität steuert.

Das Rollenspiel: Ein Klassiker für jede Situation
Die Teilnahme am Rollenspiel und das bloßes Zuschauen bieten ebenso Gelegenheiten zum Lernen, wie die anschließende Auswertung und Reflexion.

Rollenspiele zur Umweltproblematik können fast beliebig in den Fachuntericht eingebaut werden. In Biologie und Umweltkunde hat ein Rollenspiel ebenso Platz wie in Politischer Bildung, Geografie und Wirtschaftskunde oder in Deutsch und Religion. Auch gibt es -- eine entsprechende Anpassung vorausgesetzt -- kaum altersmäßige Beschränkungen für den Einsatz von Rollenspielen im Untericht.

So funktioniert das Rollenspiel
Rollenspiele verbinden Lebenswirklichkeit und Spiel.

Beim Rollenspiel werden reale Situationen, Probleme oder Konflikte nachgestellt und durch die Rollenverteilung von verschiedensten Seiten beleuchtet. Die Teilnehmer*innen können eigenes und fremdes Verhalten erfahren und dabei Identifikation und Distanz erleben. Die Auswertung des Rollenspiels im Anschluss an die Durchführung ermöglicht die Reflexion des Erlebten und bietet die Möglichkeit ganz neuer Erfahrungen.

Rollenspiel ist nicht gleich Rollenspiel
Vorstellung von verschiedenen Varianten von Rollenspielen

Rollen-, Plan-, Entscheidungs-, Simulations- und Interaktionsspiele lassen sich in der Praxis nicht exakt voneinander abgrenzen. In jedem dieser Spielansätze sind Elemente des anderen enthalten. Konflikte werden spielerisch aufgegriffen und in verteilten Rollen im Hinblick auf mögliche Lösungsalternativen durchgespielt.

Erstellen von Rollenkarten
Wir suchen Argumente für Verfechter und Gegner des Klimaschutzes

Intention
Das Verhalten von Menschen ist oftmals eher durch aktuelle oder kurzfristig absehbare Entwicklungen bestimmt. In wenigen Fällen macht man sich Gedanken über längerfristige Entwicklungen. Daraus resultiert, dass man auch wenige Überlegungen darüber anstellt, wie man auf mögliche Entwicklungen reagiert oder wie man solche Entwicklungen eventuell auch selbst mitsteuern kann. In dem vorliegenden methodischen Vorschlag wird besonderes Augenmerk auf diese Defizite gelegt. Ziel dieser Methode ist es, die Zukunftskompetenz, die Gestaltungskompetenz, die Planungs- und Optionskompetenz sowie das Werte- und Normenverständnis und das vorausschauende Denken zu fördern.

Rollenspiel: „Möglichkeiten zur Reduktion der CO2-Emissionen des Verkehrs“
Ein ausgearbeitetes Beispiel für ein Rollenspiel zum Thema CO2-Emissionen

Ziel
Ausgangspunkt dieses Planspiels ist die Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Östereich hat sich verpflichtet, seine CO2-Emissionen zwischen 2008 und 2012 um 13% - bezogen auf 1990 - zu reduzieren. Tatsächlich ist der Verkehr einer der Hauptverursacher des aktuellen CO2-Ausstoßes. Hinzu kommt, dass die CO2-Emissionen des Verkehrs zwischen dem Jahr 1990 und dem Jahr 2000 um 35% gestiegen sind. Aus diesem Grund sollen die Schüler*innen über verschiedene Möglichkeiten zur Reduktion der CO2-Emissionen des Verkehrs diskutieren, indem sie in die Rolle einer Interessengruppe schlüpfen, sich mit deren Ansichten und Zielen auseinander setzen und anschließend in einer Verhandlungsrunde mit anderen Interessengruppen ihre Interessen durchzusetzen versuchen. Auf diese Weise üben die Schüler*innen das Argumentieren und Diskutieren. Kompromisse können geschlossen werden. Wichtig ist es auch, für jede Gruppe zu klären, welche Interessen nicht oder nur unter besonderen Bedingungen Gegenstand von Kompromissen sein können und auch, weshalb das so ist.
 

Die Phasen des Rollenspiels auf einen Blick
Die Einteilung in Phasen erleichtert die Übersichtlichkeit für Lehrende und Teilnehmer*innen

Ziel
Die Schüler*innen sollen in die Rolle einer Interessengruppe schlüpfen, sich mit deren Ansichten und Zielen auseinander setzen und anschließend in einer Verhandlungsrunde mit anderen Interessengruppen versuchen, ihre Interessen durchzusetzen. Auf diese Weise üben die Schüler*innen das Argumentieren und Diskutieren - Kompromisse können geschlossen werden. Wichtig ist es auch, für jede Gruppe zu klären, welche Interessen nicht oder nur unter besonderen Bedingungen Gegenstand von Kompromissen sein können und auch weshalb das so ist.

Ideen für Rollenspiele zum Thema Mobilität und Verkehr
Alltagssituationen aus der Lebenswelt der Kinder im Straßenverkehr können in Rollenspielen sehr gut aufgearbeitet werden.

Schülerlotse ('Schulwegpolizei')

Methodenbeispiel: Runder Tisch zur Klimaschutzgemeinde
Das sich Hineinversetzen in verschiedene Interessengruppen schafft Verständnis für andere Meinungen bzw. Interessen und fördert die Bereitschaft zu einem breiten Konsens.

Projektbeschreibung
Ihre Gemeinde will Klimaschutzgemeinde werden. Dazu hat es eine Anfrage an die Lokale Agenda 21 gegeben, die nun einen "Runden Tisch" initiiert hat.
Er besteht aus 14 Interessengruppen. Die Lernenden haben nun die Möglichkeit sich in Kleingruppen (zwei bis drei Personen pro Gruppe) zusammenzutun und jeweils eine Interessengruppe zu vertreten.

So funktioniert der "Runde Tisch"
Projektorientierte Gesprächsrunde mit gleichem Recht für alle

"Runde Tische" sind demokratische Gesprächsforen, die möglichst viele Interessengruppen zusammenbringen. Alle Teilnehmer*innen haben das gleiche Stimmrecht. "Runde Tische" sollten immer projektorientiert sein, da sie sonst von herkömmlichen Repräsentationsrunden, wie z.B. dem Parlament, nicht unterschieden werden können.

So funktioniert die Denkhüte-Methode
Alle Teilnehmer*innen an einer Diskussion betrachten ein und dasselbe Problem aus verschiedenen -- vorgegebenen -- Positionen heraus.

Die Denkhüte-Methode ist eine sehr variantenreiche Methode. Sie kann sehr gut an die gegebenen Bedingungen angepasst werden und so in verschiedenen Varianten durgeführt werden.
Die unterschiedlichen Denkstile werden durch verschiedenfärbige Denkhüte charakterisiert.

Eine mögliche Vorgehensweise für die Denkhüte-Methode
Verschiedene Möglichkeiten für den Einsatz.

Die Denkhüte-Methode ist eine sehr variantenreiche Methode. Sie kann sehr gut an die gegebenen Bedingungen angepasst werden und so in verschiedenen Varianten durgeführt werden.

Methodenbeispiel: Errichtung eines Windparks in einer Gemeinde

AusgangslageEine Gemeinde möchte aus verschiedenen Gründen ihre Energieversorgung zum Teil aus erneuerbaren Energien schöpfen. Es steht die Erichtung eines Windparkes auf dem Gemeindegebiet zur Diskussion. Zusätzlich zum staatlichen Netz könnte die Windenergie eingespeist werden. In einer Gemeinderatssitzung wird das Thema Windpark diskutiert. Nach dieser Gemeinderatssitzung soll es zu einer Entscheidung kommen.

So funktioniert die Sprechmühle
Methode zur themenbezogenen Selbstdarstellung in Gruppen, die aufgrund der Beteiligung aller Teilnehmer*innen ein hohes Potential für intensiven Gedankenaustausch bietet.

Eine "Sprechmühle" ist eine ganzheitliche Methode zur themenbezogenen Selbstdarstellung in Gruppen. Sie ist gut geeignet, einander fremde Personen in sachbezogene Zweiergespräche zu verwickeln. Sie funktioniert aber auch gut in Gruppen, die sich schon lange kennen. Die Übung trägt zum Aufbau eines konstruktiven Lern- und Arbeitsklimas bei. Dies setzt jedoch voraus, dass die inhaltlichen Fragen zielbezogen ausgewählt wurden und dass die Übung mit viel Einfühlungsvermögen für die Teilnehmer*innen inszeniert wird.

Die Sprechmühle: Ein Beispielkatalog an Fragen zum Thema "Energie"
12 Fragen zum Thema Energie

Mögliche Fragen zum Thema Energie, die in einer Sprechmühle behandelt werden können:

Möglichkeiten und Grenzen der Sprechmühle

Was genau ist eine Sprechmühle?Eine 'Sprechmühle' ist eine ganzheitliche Methode zur themenbezogenen Selbstdarstellung in Gruppen. Sie ist gut geeignet, einander fremde Personen in sachbezogene Zweiergespräche zu verwickeln. Sie funktioniert aber auch gut in Gruppen, die sich schon lange kennen. Die Übung trägt zum Aufbau eines konstruktiven Lern- und Arbeitsklimas bei. Dies setzt jedoch voraus, dass die inhaltlichen Fragen zielbezogen ausgewählt wurden und dass die Übung mit viel Einfühlungsvermögen für die Teilnehmer*innen inszeniert wird.

Die große Vernetzung
Spiel zum Sichtbarmachen von Vernetzungen bzw. zum Darstellung von Systemen

Gemeinsam wird ein Öko-System nachgestellt, die Wechselwirkungen zwischen den Elementen der belebten und unbelebten Natur werden erlebar. Wer hängt mit wem zusammen? Wie wirkt sich der Ausfall eines System-Elements auf die anderen aus?

Mittendrin
Sichtbarmachen von Wechselwirkungen zwischen System-Elementen.

Mittendrin ist eine Methode/Spiel zum Sichtbarmachen von Wechselwirkungen. Im Leben zählen weniger die separaten System-Elemente als vielmehr die Wechselwirkungen zwischen ihnen. In diesem Spiel wird unmittelbar erfahrbar was es heißt, dass wir alle in Systemen leben und damit von anderen abhängig sind. Die Komplexität unserer Wechselwirkungen wird spürbar. Egal ob es um gesellschaftliche Systeme oder Öko-Systeme geht: fällt ein System-Element aus, betrifft es uns ebenso. Wie schnell kann ein System zusammenbrechen?

Polonaise - Lawinentanz
Ein Spiel zur Veranschaulichung von linearem und exponentiellem Wachstum.

Anhand von 2 Tanzvarianten wird spürbar, welche Dynamik exponentielles Wachstum im Vergleich zu linearem hat. In wie viel Tanzrunden tanzt die ganze Welt?

Platz zum Leben
Spiel zur Sichtbarmachung der Grenzen des Wachstums bzw. des Ressourcenverbrauchs.

Für eine gleichbleibende Zahl an Lebewesen veringert sich die Menge an vorhandenen Ressourcen – den Tieren und Pflanzen stehen immer kleinere Öko-Systeme zur Verfügung. Diese Dynamik wird für jedeN MitspielendeN erfahrbar. Wie sind die eigenen Reaktionen auf den unmittelbar erlebaren Mangel? Welche Strategien entwickelt die Gruppe?

Rücken an Rücken
Methode zum Erspüren von ausgleichender und verstärkender Rückkopplung.

Am eigenen Leib erlebt man ausgleichende und verstärkende Rückkopplung metaphorisch. Was passiert wenn ein System-Element „Übergewicht“ bekommt? Inwieweit kann ein anderes System-Element dieses Ungleichgewicht ausgleichen? Wann kippt das System?

Laut und Leise
Metaphorisches Erleben von ausgleichender und verstärkender Rückkopplung.

Die richtige Kommunikation zwischen den Teilen eines Systems entscheidet darüber, ob sich ein Gleichgewicht einstellt. Ausgleichendes Feedback, also Korektur der falschen Schritte, wirkt stabilisierend auf das System – und hilft in diesem Fall die Aufgabe zu lösen.

Balance halten
Erleben und Erfahren von systemischen Zusammenhängen.

In diesem Spiel kann man Rückkopplungen direkt erleben und erfahren, wie systemisches Zusammenspiel funktionieren kann. Das Konzept selbstorganisierender Systeme oder Teams kann angesprochen werden. Was ist besonders wichtig? Wie kann Selbstorganisation gelingen?

Kreise in der Luft

Oft sehen wir uns außerhalb eines Systems und machen gern andere für die Probleme, die wir haben, verantwortlich. In diesem kurzen Spiel wird auf überaschende Weise fühlbar, dass es immer unterschiedliche Perspektiven gibt und dass unsere Sichtweise auf ein System davon abhängt, wo wir uns befinden. Die Teilnehmenden merken in dieser Übung rasch, dass sie gleichzeitig ganz unterschiedliche Perspektiven auf das gleiche System haben können und dass die Perspektiven, die sie einnehmen, die Aktionen, die sie tätigen, beeinflussen.

Der Szenariotrichter sagt mehr als viele Worte
Die Merkmale und Eigenschaften der Szenariomethode lassen sich am besten mit Hilfe des Szenariotrichters veranschaulichen.

Der Szenariotrichter zeigt die drei Grundtypen eines Szenarios. Er symbolisiert Komplexität und Unsicherheit bezogen auf die Zukunft: Je weiter man von der gegenwärtigen Situation in die Zukunft geht, desto größer wird die Unsicherheit und desto komplexer wird das System. Ausgangspunkt für jedes Szenario ist die Gegenwart (t0).

So funktioniert die Szenariotechnik
Problemlösung mit Hilfe der Szenariotechnik

Die Durchführung der Szenarientechnik erfordert ein hohes Maß an Vorbereitung und Abstimmung der einzelnen Teilschritte. Informationsmaterialien müssen vorbereitet sein, Expert*innen müssen koordiniert werden, Arbeitsmaterial muss zur Verfügung stehen. Die erarbeiteten Szenarien sind keine utopischen Zukunfts(alb)träume, sondern sind die Folge einer in der Realität möglichen Entwicklung.

Szenariotechnik – „Energieversorgung im Jahr 2050“
Ein Beispiel für den Einsatz einer reduzierten Szenariotechnik in Schule

Bei dem vorliegenden Beispiel einer Szenariotechnik handelt es sich um eine reduzierte Form. Die 'Vollversion' eines Szenarios nimmt einige Tage in Anspurch und benötigt einen externen Moderator - damit ist sie in der Schule nur bedingt einsetzbar. Bei der Ausarbeitung von Szenarien sollte darauf geachtet werden, dass 'die Zukunft realistisch bleibt'.

Themen-Lotto
Zum Abschluss oder zum Einstimmen in ein Thema

Die Schüler*innen sollen aufgefordert werden, sich gegenseitig anzusprechen -- jede*r soll alle Fragen und Antworten verstehen. Alle Schüler*innen sollen zum Mitdenken eingeladen werden! Das Themen-Lotto eignet sich, um ein Thema abzuschließen, aber auch um in die Thematik einzustimmen und so den unterschiedlichen Wissensstand der Schüler*innen ein wenig anzugleichen.

Energie-Lotto
Zum Einstimmer der Lernenden auf das Thema Energie, den Stellenwert der Energie für das persönliche Leben thematisieren, Fachwissen zur Energiethematik reaktivieren

  1. Nenne fünf bis zehn Begriffe, die dir spontan zum Thema 'Energie' einfallen!
  2. Du kennst die Kilowattstunde als Einheit für Energie, Arbeit und Wärme. Hast du eine Vorstellung davon, was 1 kWh elektrische Energie 'wert' ist? Was kostet diese 1 kWh? Was kannst du damit anfangen?
  3. Du kennst die Kilowattstunde als Einheit für Energie, Arbeit und Wärme. Hast du eine Vorstellung davon, was 1 kWh Wärme 'wert' ist? Was kostet diese 1 kWh? Was kannst du damit anfangen?
  4. Wärme kann sich durch Strömung (Konvektion), Strahlung und Diffusion ausbreiten. An welcher Stelle bei der Wärmeversorgung dieses Klassenraumes spielen die drei Prozesse eine Rolle? Nenne jeweils mindestens ein konkretes Beispiel!
  5. Hast du eine Vorstellung davon, wie viel Geld unsere Schule pro Jahr für die Heizenergie ausgibt? Begründe deine Antwort!
  6. Hast du eine Vorstellung davon, wie viel Geld unsere Schule pro Jahr für elektrische Energie ausgibt? Begründe deine Antwort!
  7. Hast du eine Vorstellung davon, wer die Energiekosten unserer Schule bezahlt?
  8. Angenommen, du hättest 10.000,- € für den Umweltschutz in unserer Schule zur Verfügung. Wie (und warum) würdest du das Geld investieren:

WebQuests zur Energie

WebQuests können natürlich zu allen Themen des Unterichts ausgearbeitet werden und werden von den Lehrpersonen ensprechend dem Lehrziel ausgewählt. Im Folgenden eine Auswahl an Fragen zum Thema Energie.

So funktioniert die WebQuest Methode

Primär erfolgt die Recherche im Internet, allerdings können natürlich auch andere Materialein aus Büchern und Zeitschriften, eigene Fotos oder anderes verwendet werden.

World Café
Diese Methode eignet sich in besonderer Weise dazu, komplexe Themen in großen Gruppen zu diskutieren und neue Ideen zu entwickeln.

Nicht ein konkretes Ergebnis steht im Mittelpunkt, sondern die Kommunikation in einer ansprechenden Atmosphäre – in Kaffeehausatmosphäre eben. Sequenzen im Plenum wechseln sich mit Sequenzen der Diskussion in Kleingruppen ab. Und mitgeschrieben wird am Tischtuch!

So funktioniert die Zeitungsanalyse
Tagespolitische Themen bieten einen sehr guten Ausgangspunkt, um im Untericht fächerübergreifende Zusammenhänge herzustellen.

Gerade bei einem in der Öffentlichkeit viel diskutierten Thema kann in der Analyse der Berichterstattung mehrerer Zeitungen auf die unterschiedlichen Wertigkeiten aufmerksam gemacht werden.

Zeitungsanalyse am Beispiel Klimawandel und gesundheitliches Risiko

Ereger der Beulenpest profitiert von der Erwärmung Studienleiter: 'Eine Temperaturerhöhung von nur einem Grad Celsius kann zu einem 50-prozentigen Anstieg des Pestbakteriums führen'.

Zeitungsanalyse am Beispiel Energiesparen

Energiespar-Programm für Wien erstellt

Zeitungsanalyse am Beispiel Sicherheit von Atomkraftwerken

Grobe Sicherheitsmängel in AKW Brunsbüttel vermutet Kernkraftwerk-Betreiber müssen nun nachweisen, dass Notstromversorgung im Meiler gesichert ist.

Zeitungsanalyse am Beispiel Feinstaub

Feinstaub: Fahrverbote kosten 8,8 Millionen Feinstaub-Fahrverbot für Diesel-Stinker beschert Öffis im Raum Graz 116.000 Passagiere mehr. Verkehrslandesrätin startet Winterfahrplan.

Die Zukunftswerkstatt: Ein Pool an Methoden steht zur Auswahl

Bei der Zukunftswerkstatt kann eine große Anzahl an verschiedenen Einzelmethoden eingesetzt wird. Sie werden passend zum Thema, zu den Teilnehmer*innen und zu den Rahmenbedingungen ausgewählt.

So funktioniert die Zukunftswerkstatt
Betroffene zu Beteiligten machen, so lautet das Motto einer Zukunftswerkstatt.

Mit Hilfe verschiedener kreativer Elemente wird gemeinsam an der Zukunft „gebastelt“. Die Teilnehmer*innen werden ermutigt, eigene Entwürfe für die eigene Zukunft zu entwickeln.

Google Earth - Kraftwerke und elektrische Energie in Österreich

Strom multimedial - Animationen und Zusatzinformationen

Google Earth - Ressourcennutzung

Unsere Zivilisation ist von Erdöl abhängig – der westliche Amazonas wurde laut einer Studie von „Save America’s Forests“ und „Land Is Life“ sowie Forscher*innen der Duke University für die zukünftige Nutzung in Zonen mit einer Gesamtfläche von 688,000 km² eingeteilt. Karte der Zonen

Google Earth - Abfälle/Emissionen

Australien ist nicht als besonders industrielles Land bekannt – aber das Gegenteil ist der Fall! Auf Google Earth kann man nachvollziehen, welche Emissionsmengen wo in Australien entstehen – obwohl es relativ dünn besiedelt ist.

Google Earth - Zusatzinformation

Unter den folgenden Links finden Sie Zusatzinformationen und weitere Nutzungsmöglichkeiten von Google Earth.

System-Denken: Zusammenhänge erfahren und erkennen
System-Denken heißt Zusammenhänge und Wechselwirkungen in Systemen zu erfassen, die Dynamik von Entwicklungen zu erkennen und ihr Beachtung zu schenken.

Zahlreiche Methoden und Übungen wecken das Verständnis für System-Denken, welches in der Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht fehlen darf.

ABC-Liste
Mit ABC-Listen schnelle Gedanken zu einem Thema sammeln.

Es geht darum, anhand einer ABC-Liste zu einem Begriff oder Thema möglichst viele Assoziationen zu finden. Mit ABC-Listen kann ein besserer Zugriff auf das eigene Wissen erreicht werden, in dem das Assoziative Denken angeregt wird. Vera F. Birkenbihl spricht in diesem Zusammenhang vom "Stadt-Land-Fluss-Effekt".

Blitzlicht
Feedbackmethode um schnell die Stimmung, Meinung, den Stand bezüglich der Inhalte und Beziehungen in einer Gruppe zu ermittlen.

Alle Personen inkl. der Lehrkraft sitzen in einem Sesselkreis. Die Lehrkraft gibt die Regeln für das Blitzlicht bekannt:

So funktioniert Brainwriting
Eine Kreativitätstechnik zur gemeinsamen schriftlichen Ideenfindung bzw. Problemlösung.

Gruppengröße: beliebig

Eulen der Weisheit
Methode der Themenerarbeitung und Ergebnisvermittlung - eine Alternative zu üblichen Referats- und Vortragsformen.

Die Lernenden erhalten einen mehrseitigen Informationstext, den sie im Gruppenverband anhand bestimmter Frage- und Aufgabenstellungen bearbeiten. Diese unterschiedlichen Textannäherungen werden "Eulen der Weisheit" genannt. Die Arbeitsergebnisse werden schriftlich festgehalten und entweder für alle kopiert und/oder als Plakate aufgehängt

Kofferreflexion
Das packe ich in meinen Koffer, das bleibt hier - einem Methode zur Reflexion in der Gruppe.

Die Lehrkraft stellt die drei Gegenstände in den Kreis. Diese symbolisieren Folgendes:

Kugellager (Karusseldiskussion, Doppelter Sitzkreis)
Rascher Meinungsaustausch in einer großen Gruppe

Mit der Methode Kugellager können die Lernenden ihre Meinung oder Eindrücke zu einem abgegrenzten Thema mit mehreren Zufallspartner*innen teilen. Die Methode fördert das frei Reden sowie das Zuhören.

Murmelgruppe (Bienenkorb, Markt)
Aktiver Austausch in Kleingruppen anhand von Leitfragen

Gruppengröße: beliebig

One minute paper
Feedback einholen mit Hilfe der Postkartenmethode

Gruppengröße: beliebig

Wandzeitung
Wandzeitungen sind neben den meist größeren Ausstellungen eine Möglichkeit, Arbeitsprozesse im Lernen zu dokumentieren.

Der Ursprung der Methode liegt beim Reformpädagogen Célestin Freinet, der mit dieser Methode auf Probleme innerhalb einer Klasse aufmerksam machen und Diskussionen zur Verbesserungen des Klassenklimas anregen wollte.

Wissens-Quiz-Spiel (WQS)
Eine Methode, die den Spieltrieb aktiviert und mit der innerhalb kurzer Zeit viel Wissen zu einem Thema erworben werden kann.

Hintergrund: Fragen öffnen den Geist und wecken damit die Aufmerksamkeit von Menschen. Aussagen verhindern oft das freie, flexible assoziative Denken. Bei Fragen hingegen beginnen sich die Gedanken zu bewegen. Denn es gibt einen Automatismus (Frage -> Antwort), so dass das Gehirn bei einer Frage sofort nach einer Antwort sucht. Wenn geantwortet (geraten) wird, denken die Menschen assoziativ, weil eigenes Wissen