Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Arbeitsdefinition von Jugend- und Schulbeteiligung

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Nachfolgend wird erläutert, was die Begriffe Jugend- und Schulpartizipation in Bezug auf die in dieser Rubrik vorgestellten Beispielprojekte bedeuten.

Bei den hier angeführten Definitionen handelt es sich um Arbeitsdefinitionen. Wir lernen selber in Sachen Partizipation ständig weiter, so dass eine endgültige Begriffsbestimmung schwierig und zu einschränkend wäre und der Vielschichtigkeit des Konzepts nicht gerecht würde.

Jugendliche und Schulen als gleichberechtigte Akteure

Die Idee für dieses Projekt war es zu sehen, inwiefern sich Jugendliche in Schulen und in außerschulischen Aktivitäten tatsächlich - als gleichberechtigte - AkteurInnenin in gesellschaftliche Prozesse für die nachhaltige Entwicklung  einbringen können.
Das heißt, das Ziel war nicht zu schauen, wie Beteiligungsprozesse innerhalb einer Schule oder eines reinen 'Jugendkreises' geschehen, vielmehr war das Augenmerk darauf gerichtet, wie sich junge Leute und 'SchulakteurInnen' über ihren 'normalen' sprich den ihnen traditionellerweise zugewiesenen Aktionsrahmen der Schule oder der 'Jugendsphäre' hinaus als AkteurInnen in einem Prozess der nachhaltigen Entwicklung beteiligen.

Beteiligung von Jugendlichen - außerschulisch

Von wann bis wann das Jugendalter dauert ist unterschiedlich definiert. In diesem Zusammenhang wollen wir uns auch an keiner definitiven Zahl fest machen, denn neben dem physischen Jugendalter ist auch das mentale Jugendalter für jede Person verschieden lang und je nach Lebensstil und Einstellung subjektiv. So möchten wir den Spielraum offen halten und bezeichnen Jugendliche als Personen, die sich irgendwo zwischen ihrem 12. und 30. Lebensjahr befinden.

Beteiligung von Schulen

Mit Schulbeteiligung ist hier gemeint, dass eine oder mehrere Schulklassen, einzelne SchülerInnen oder VerteterInnen einer Schule oder Klasse an einem Agenda- oder ähnlichen Prozess teilnehmen. Der Ausdruck Schulpartizipation ist insofern eigentlich unkorekt, da eine Schule ein heterogenes System ist und wohl kaum alle Personen der Schule als ganzes in einem Beteiligungsprozess teilnehmen könnten bzw. würden. Angebrachter wäre insofern der Ausdruck Partizipation im schulischen Kontext.

Dies bedeutet dann auch, dass bei einer Beteiligung im schulischen Kontext nicht zwingend die SchülerInnen direkt involviert sein müssen. LehrerInnen, Direktorium und anderes Schulpersonal könnten in diesem Fall auch an einem Beteiligungsprozess beteiligt sein. Im Projekt der  regionalen Schulagenda Enns Grimming Land waren z.B. LehrerInnen von den verschiedenen Volksschulen und einer Hauptschule des Enns Grimming Landes in einem gemeinsamen Prozess zur Ausarbeitung der  Lern-CD über das Enns Grimming Land beteiligt. Die Rolle der SchülerInnen hat sich dabei auf das Sammeln der Inhalte für die CD beschränkt.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-06

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