Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Ausgangspunkt der Aktivitäten

Ein Gestaltungsprojekt ist nur dann erfolgreich, wenn sich alle Beteiligten mit dem Projekt identifizieren können. Der Weg dorthin ist oft ein weiter, aber durchaus ein lohnenswerter. So ist der Prozess der Planung und Gestaltung wichtiger als das eigentliche Ergebnis.
 

Der erste Schritt

Im Schulberreich sieht es in der Praxis häufig so aus, dass ein/eine „EinzelkämpferIn“, z.B. ein/ engagierte/r BiologielehrerIn, ein Projekt gegenüber anderen KollegInnen und der Schulleitung vertritt und „sein Projekt“ in eigener Initiative finanziert und auch innerhalb des Unterrichts sowie in privater Zeit umsetzt.

Will man allerdings ein Gesamtkonzept für den Schulfreiraum schaffen, sind gewisse Lernziele wichtig wie
  • ein gesteigertes Gemeinschaftsgefühl
  • Interaktion mit anderen Gruppen wie Vereinen und Verbänden oder
  • die Förderung der Gesprächsbereitschaft und des Demokratieverständnisses

 
Anschließend ist eine längere Planungsphase von Nöten und oft auch ein Mehr an Überzeugungsarbeit. Die Umgestaltung der Freiflächen macht nur dann Sinn, wenn die Ideenfindung, Planung und Realisierung von allen Betroffenen gemeinsam durchgeführt werden. Diese Phase ist nicht zu unterschätzen, da sie über das Gelingen des Projektes maßgeblich entscheiden kann.

Zahlreiche Gespräche, die Einbindung aller Beteiligten (inklusive des Hausmeisters), Informationsveranstaltungen sowie eine gemeinsame Startaktion, wie z.B. das Pflanzen eines Baumes, können auf dem Weg zur Identifikation helfen. Im Bereich der Spielplätze geht die Motivation über eine kleine Gemeinschaft innerhalb der Schule hinaus. Aktivitäten müssen vom Bürgermeister oder anderen kommunalen Entscheidungsträgern mitgetragen werden.
 

Was es zu beachten gilt

Der Planungsvorgang kann auch Rückschläge beinhalten. Daher ist es notwendig, genügend Zeit für die Planung zu reservieren. Oft sind kleine, überschaubare Aktivitäten lohnenswerter, als das Gesamtkonzept als solches gleich ausfüllen zu wollen. Es ist durchaus sinnvoll Bereiche der Freiflächen auszusparen, um anderen Jahrgängen eine Gestaltungsmöglichkeit zu gewähren.
 

Quelle

Thun-Täubert E.
Grüngelände/Spielgelände gestalten.
Wien (ARGE Umwelterziehung)
 
Urlicic, Vesna/Wocelka, Adolf/Streyhammer, Reinhrad
Schulhöfe, Pausenräume kreativ gestalten
Österr. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Wien
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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