Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Gemeinsam Entwickeln und Wünsche artikulieren

Kinder und Erwachsene haben oft unterschiedliche Vorstellungen wie ein Schulgelände aussehen soll. Eine genaue persönliche Analyse des Geländes sowie ein uneingeschränktes Forschen und Entwickeln von Ideen sollte dennoch für beide Seiten möglich sein.
 

Im Team entwickeln

Eine zeitgerechte Einbindung aller Beteiligten ist von großer Bedeutung um unnötige Konflikte in Zukunft zu vermeiden. SchülerInnen sehen in erster Linie die Pausen und Freizeitgestaltung ihres Schulhofes. Lehrende sind eher an der Nutzung als Bewegungs- und Unterrichtsraum interessiert. Für die MitarbeiterInnen von Schulen, die das Gebäude betreuen, steht dafür die spätere Pflege der neuen Anlage im Vordergrund. Nur ein gemeinsam entwickeltes Vorhaben lässt einen bedürfnisgerechten Ort entstehen, mit dem sich alle identifizieren können.
 

Analyse des vorhandenen Raumes

In einem ersten Schritt erkunden die Kinder alleine den bestehenden Garten oder Hof. Dabei sollten sie darauf achten, welche Bereiche wie genutzt werden, welche Plätze sie gut finden und welche weniger. Keinesfalls darf eine zu große Flut an Vorbedingungen die Fantasie der Kinder beschneiden.

Beispiele für Erhebungen:
  • Wo und wie wird der Garten derzeit genutzt
  • Baum und Straucharten bestimmen
  • Vermessen des Gartens und Bestandsaufnahme der Pflanzen in Form eines einfachen Planes
  • Ökologische Bedingungen wie Sonnenplätze, Lärm, Licht
  • Fotodokumentationen, Videos

 
Aber auch der Unterricht kann zur Sammlung von Daten über das Schulgelände genutzt werden. Genaue Berechnungen und ein eigens gezeichneter Plan des Geländes können z.B. Unterrichtseinheiten im Mathematik- beziehungsweise Geometrieunterricht sein.

Eine genaue Checkliste zur Bestandsaufnahme finden sie in der  IST-Analyse
 

Formulieren der Wünsche

Die Jugendlichen haben dann die Möglichkeit ihre Wünsche in Form von
  • Zeichnungen, Collagen
  • Modellen
  • Fotos
  • Videos
  • Gedichten und Aufsätzenzu formulieren.

 
Wichtig dabei ist, dass alle Kinder Gehör finden – auch die Kleinsten. Dies kann sehr gut im Rahmen einer Präsentation, einer Ausstellung oder eines Wettbewerbes passieren. Die Bündelung der Ideen in einem feierlichen Rahmen überzeugt die Kinder von der Wichtigkeit ihrer Arbeit.
 

Quelle

Urlicic, Vesna/Wocelka, Adolf/Streyhammer, Reinhrad
Schulhöfe, Pausenräume kreativ gestalten
Österr. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Wien

Thun-Täubert, Eva
Grüngelände, Spielgelände gestalten
FORUM Umweltbildung, Wien

FORUM Umweltbildung
Learnscape Österreich
Schulfreiräume - Freiraum Schule, Startpaket
2003, 30 Seiten, EUR 5,-
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

 zurück zur vorigen Seite