Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Entscheidungsfindung

Nicht alle Wünsche lassen sich erfüllen. Es ist daher wichtig klarzulegen, was die häufigsten Wünsche sind und welche Funktionen für die neue Fläche Priorität haben. Danach kann eine Entscheidung erfolgen.
 

Reihung der Wünsche

Die gesammelten Ideen werden innerhalb der Klasse bzw. Arbeitsgruppe/n nochmals besprochen und in einem demokratischen Prozess erfolgt dann die Wahl der bevorzugten Wünsche. Dabei ist wichtig, dass ausgeschiedene Wünsche nicht als schlecht oder unbrauchbar angesehen werden sollten. Dies könnte leicht zu einer Demotivierung der betroffenen Kinder führen. Aufgrund der Reihung der Wünsche ergeben sich Favoriten, die zur weiteren Planung herangezogen werden. Hier ist es wichtig, dass die Entscheidung für oder gegen einen Wunsch in einem nachvollziehbaren Prozess geschieht.

Neben dem Erfüllen der Wünsche ist es auch von Bedeutung, auf die Nutzungsqualität der Fläche zu achten. Die Learnscape-Prinzipien (Multifunktionalität, Bewegung, Ökologie, Gender Mainstream, Schulentwicklung usw.) helfen, die Planung unter dem Aspekt der zukünftigen Nutzung zu betrachten. Zudem müssen sich alle Beteiligten bestimmten Regeln verpflichten, um Nutzungskonflikte zu vermeiden.

Nach der Ermittlung der Favoriten können die Vorschläge der Erwachsenen und jene der Kinder miteinander verglichen werden. Die Ergebnisse lassen sich gut in einem Plan festhalten. Zu diesem Zeitpunkt kann ein Termin mit FachberaterInnen (LandschaftsgestalterIn ...) von Vorteil sein, da ihre Meinung Aufschluss z.B. über die Realisier- und Finanzierbarkeit der Ideen oder über eine genaue Zeitplanerstellung bringen kann.

Lesen Sie dazu auch:  Finanzierung und Kontakt mit Behörden und Fachleuten
 

Wettbewerbe

Eine Möglichkeit eine Entscheidungsfindung attraktiver zu machen ist ein schulinterner Wettbewerb, an dem sich alle Klassen beteiligen können. Die Ergebnisse werden in der Schule ausgestellt. Aber auch Wettbewerbe außerhalb der Schule steigern die Identifikation und das Selbstbewusstsein der Kinder.

Beispiele für interessante Wettbewerbe im Umweltberreich finden Sie unter:  Ökobase
 

Quelle

Urlicic, Vesna/Wocelka, Adolf/Streyhammer, Reinhrad
Schulhöfe, Pausenräume kreativ gestalten
Österr. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Wien
 
Thun-Täubert, Eva
Grüngelände, Spielgelände gestalten
FORUM Umweltbildung, Wien
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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