Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Gestaltungselemente

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Unterschiedliche Ausformungen des Geländes können dem Schulfreiraum eine zusätzliche Struktur und Gliederung geben. Zudem bieten sie eine Fülle an Spiel- und Nutzungsmöglichkeiten an.
 

Spielhügel

In einem naturnah gestalteten Garten spielt der Spielhügel eine multifunktionelle Rolle. Er gliedert den Raum, lädt zum Klettern, Rodeln, Rutschen und Beobachten ein. Ist der Hügel bewachsen können sich Kinder darauf auch verstecken. Zudem wirkt eine Bepflanzung oder Auslegung mit Steinen und Treppen einer möglichen Erosion entgegen.

Was ist beim Anlegen eines Hügels zu beachten:
  • Die Ausführung einer Böschung oder Hügels sollte maximal im Steigungsverhältnis 1:2 ausgeführt werden.
  • Höhengestufte Pflanzengemeinschaften (Bodendecker, Hecken, Bäume) festigen und betonen Böschungen.
  • Auch das Anlegen in Terassenform kann einen Hügel stabilisieren und gleichzeitig Möglichkeit für einen Trockenhügel mit eigener Vegetation bieten.
  • Ist das Gelände geneigt, sollte der Hügel nicht an der tiefsten Stelle liegen.
  • Der Hügel sollte sich harmonisch in das Gelände einfügen. Oft ist die Randlage der zentralen Lage im Gelände vorzuziehen. So kann sie z.B. vor Lärm in beiden Richtungen schützen. Auch die Größe des Hügels sollte im Verhältnis zum Gesamtgelände gesehen werden.

 
Die Höhe des Hügels sowie der Materialbedarf, der für die Verwirklichung notwenig ist, können z.B. im Mathematikunterricht erechnet werden.
Das Material ist oft recht günstig als Aushubmaterial bei Baufirmen zu erstehen, da das Material normalerweise kostenpflichtig deponiert werden müsste.

Weitere Gestaltungsmöglichkeiten auf und um einen Hügel:
  • Kletterberreich
  • Sitz- und Spielberreich
  • Brücke
  • Tunnel
  • Rutsche
  • Aufstiegsseil
  • Aussichtsturm
  • Schleichpfad

 

Mulden und Gräben

Gruben und Mulden spielen ebenfalls in der Geländemodellierung eine große Rolle. Meist ergeben sie sich natürlich, wenn Material für das Anlegen eines Walls oder Hügels gebraucht wird.

Kinder nutzen Mulden zum Hineinspringen, verstecken, spielen mit Naturmaterialien und Treffen anderer Kinder. Am Rand Rundhölzer zum Sitzen und ausgelegt mit Kies oder Sand ergibt sich für Mulden eine weitere Spielmöglichkeit und ermöglicht zudem auch ein besseres Abfließen von Regenwasser. Im Sommer kann die Mulde auch Ort für ein Lagerfeuer sein.

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Mehr zum Thema Spielhügel und Gräben finden Sie in den Broschüren Urlicic, Vesna/Wocelka, Adolf/Streyhammer, Reinhrad
Schulhöfe, Pausenräume kreativ gestalten
Österr. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Wien
 
Thun-Täubert, Eva
Grüngelände, Spielgelände gestalten
FORUM Umweltbildung, Wien
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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