Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Spielflächen, Wege, Plätze und Zäune ...

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... sind wichtige Gestaltungselemente in der naturnahen Schulgartenumsetzung. Der Fülle an Möglichkeiten und Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Wir möchten Ihnen eine Einleitung zu diesem Thema geben.
 

Spielflächen

Mit Spielflächen im klassischen Sinn sind größere freie Flächen gemeint, die entweder versiegelt (betoniert, asphaltiert) oder unversiegelt (Rasen, Wiese) sein können. Gerade in der Stadt, aber auch zunehmend am Land, werden immer mehr Freiflächen versiegelt und da kann es durchaus eine Überlegung wert sein offene Flächen in Betracht zu ziehen. Weitere Gründe, die für eine offene Fläche sprechen wären:
  • Wasser fließt besser ab
  • Grundwasser wird angerreichert
  • Staub wird besser gebunden
  • Intensiveres Geherlebnis
  • Verletzungsgefahr ist geringer
  • Ästhetisches und optisches Empfinden
  • Lebensraum für Pflanzen und Tiere ist gegeben
  • Sand und Kiesflächen sind weitere Spielquellen

 
Neben einem Spielrasen, der der Belastung des kindlichen Tobens standhält, besteht auch die Möglichkeit eine Naturwiese entstehen zu lassen. Sie ist interessanter Ort des Lernens und Beobachtens und kann fächerübergreifend ein Thema sein. Das gewonnene Heu von der Mahd, kann für das Anlegen eines Komposthaufens Verwendung finden.
 

Wege

Bei der Umgestaltung der Schulfreifläche ist es notwendig auf die Anzahl und Qualität der Wege zu achten. Dabei gilt es bestehende Trampelpfade ebenso zu berücksichtigen wie Schleichwege und so genannte „Abschneider“.

Wenn möglich sollte so oft wie möglich auf befestigte Wege verzichtet werden. Sie bleiben vor allem den Verkehrs- und Zufahrtswegen vorbehalten.

Lesen sie mehr zu Wegmaterialien und Möglichkeiten Wege anzulegen in der Broschüre „Grüngelände-Spielgelände gestalten“
 

Sitzplätze

Wenn auch der Bewegungsdrang der Kinder in den Pausen sehr groß ist, so ist der Sitzplatz doch ein wichtiges Element im Schulgarten. Vor allem die größeren Kinder sitzen gerne zusammen und tauschen sich aus. Aber auch für den Unterricht können diese Bereiche von Vorteil sein und als Freiluftklassenzimmer dienen. Es ergibt sich von selbst, dass diese Bereiche eher in ruhigeren Teilen des Gartens zu finden sind.

Folgende Ansprüche werden an einen Sitzplatz gestellt:
  • intimer Bereich
  • sollte kommunikativ sein
  • windgeschützt
  • Schutz vor zu starker Sonneneinstrahlung

 
Dem intimen Anspruch kann mit einer dementsprechenden Bepflanzung entgegengekommen werden


Zäune und Mauern

Zäune und Mauern können zusätzliche Erlebnisorte sein. Unterschiedliche Materialien und Schichtungen des Zaunmaterials können z.B. beim Entlangfahren mit einem Holzstöckchen unterschiedliche Klänge hervorufen und so zu einem speziellen Klangerlebnis werden.

Auch ein Zielwurfspiel an einer sonst unattraktiven Mauer kann schnell zu einem spannenden Spielerlebnis werden.

Eine optisch sehr ansprechende und natürliche Lösung stellen „grüne“ Grenzen dar. Sie können aus geschichteten Ästen oder Flechtwänden gebaut werden. Als gutes Material eignet sich dabei Weide und Hasel.
 

Quelle

Urlicic, Vesna/Wocelka, Adolf/Streyhammer, Reinhrad
Schulhöfe, Pausenräume kreativ gestalten
Österr. Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Wien
 
Thun-Täubert, Eva
Grüngelände, Spielgelände gestalten
FORUM Umweltbildung, Wien
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-11

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