Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Stoffe, die uns und der Umwelt schaden!

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Unser Organismus benötigt an die 6.000 l Atemluft in nur 8 Stunden. Daher ist die Qualität der Innenraumluft von größter Bedeutung. Empfindliche Menschen reagieren schon bei geringen Mengen von Schadstoffen mit einem Nachlassen der Leistungsfähigkeit, mit Unbehagen oder Atemwegsbeschwerden - oft ohne merkbar krank zu werden.

Diese Schadstoffe gehören nicht ins Klassenzimmer!

Formaldehyd

Formaldehyd, einer der Schadstoffklassiker in Innenräumen, entweicht vor allem aus Holzwerkstoffen wie Spanplatten aber auch aus Anstrichen oder Reinigungsmitteln und ist im Tabakrauch enthalten.

Formaldehyd (chemische Formel: HCHO oder CH2O) ist ein wasserlösliches, sehr reaktionsfreudiges, säuerlich-stechend riechendes Gas. Es wird in zahlreichen Produkten wie Kunststoffen, Spanplatten, Textilien, Leder, Kleb- und Schaumstoffen, Kosmetika und Körperpflegemitteln, Farben, Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt. In der Medizin wird Formaldehyd zur Desinfektion, Sterilisation und Konservierung verwendet. Die Chemikalienverbotsverordnung schreibt vor, dass Wasch-, Reinigungs- und Pflegemittel mit mehr als 0,1% sowie Textilien mit mehr als 0,15% Formaldehyd gekennzeichnet werden müssen.

PVC

PVC wird aus dem Krebs eregenden Vinylchlorid hergestellt. PVC ist sowohl bei der Herstellung als auch bei der Anwendung und Entsorgung als problematisch zu bezeichnen. So entstehen bei der Verbrennung von PVC unter anderem Salzsäure (saurer Regen) und Dioxine. Für Produkte im Schulbereich und für kurzlebige Massenprodukte sollte PVC unbedingt vermieden werden.

Halogene

Gruppe der reaktionsfähigen nichtmetallischen Elemente Fluor, Chlor, Brom, Jod und Astat. Verbinden sich mit fast allen Elementen. Bekannt geworden sind die Halogene durch die Halogenkohlenwasserstoffe, zu denen die chlorierten Kohlenwasserstoffe und die Fluorchlorkohlenwasserstoffe gehören.

Lösungsmittel

Flüchtige organische Lösungsmittel - abgesehen von Alkohol (Ethanol) - können über die Haut und die Atmung in den Körper gelangen. Durch ihre fettlösende Wirkung greifen sie die natürliche Fettschicht der Haut an und gelangen so ins Blut. Das kann Schäden in Gehirnzellen, Nerven, Leber und Nieren hervorufen.

Kunststoffe

Kunststoffe sind chemische Produkte, die aus dem fossilen Rohstoff Erdöl hergestellt werden. Sie verursachen im Verlauf ihres gesamten Lebenszyklus zahlreiche Umweltbelastungen. Sie enthalten meist Zusatzstoffe wie Stabilisatoren, Weichmacher, Flammschutzmittel oder Farbstoffe mit unterschiedlicher Giftigkeit. Die weltweite Kunststoffproduktion ist in den letzten Jahren enorm angestiegen. Kunststoffe, die nur für kurzlebige Produkte hergestellt werden, bedeuten eine unnötige Verschwendung von Ressourcen.

Aluminium

Das World Watch Institute Washington bezeichnet die Aluminiumproduktion als eine der umweltschädlichsten Aktivitäten der Menschheit. Aluminium ist ein viel zu hochwertiger Werkstoff, um ihn für kurzlebige Verbrauchsartikel oder gar Verpackungen einzusetzen. Deshalb sollte es nach Möglichkeit in kurzlebigen Schulartikeln und Getränkeverpackungen nicht zum Einsatz kommen. Es sollte doch zu denken geben, dass alleine bei der Herstellung einer Getränkedose ein Abfallberg entsteht, der das 10-fache ihres Eigengewichts ausmacht

Quelle:  Umweltlexikon
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-15

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