Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Wie entsteht ein Umweltzeichen?

Die Entwicklung eines Umweltzeichens erfolgt durch die Beurteilung des gesamten Lebenszyklus eines Produktes. Es werden dabei diejenigen Merkmale eines Produkts herangezogen, deren negative Auswirkungen mit den zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten minimiert werden können (z.B. Recyklierbarkeit, „Frei-Sein“ einer bestimmten Substanz, Energieverbrauch während des Betriebs, etc.).

Dies bedeutet aber auch, dass die Umweltfreundlichkeit eines Produktes nur in Relation zu anderen Produkten, welche die gleiche Dienstleistung erbringen bzw. das gleiche Bedürfnis erfüllen, bestimmt werden kann.

Als Grundlage für die Bewertung der Umweltverträglichkeit von Produkten können dienen

  • Rohstoff- und Energieverbrauch
  • Toxizität der Inhaltsstoffe
  • Emissionen (z.B. Abgase, Abwasser, Lärm,...)
  • Entsorgung/Wiederverwertung (Abfälle, Recyclingfähigkeit)
  • Sicherheit
  • Vertrieb und Transport
  • Qualität, Langlebigkeit, Reperaturfreundlichkeit
  • Verpackung

Das Ergebnis der Produktbewertung ist die Ausarbeitung einer produktspezifischen Umweltzeichen-Richtlinie. Diese gestellten Anforderungen an das zu kennzeichnende Produkt muss der Hersteller entweder in einer Erklärung bestätigen, durch ein Prüfprotokoll eines Labors nachgewiesen werden oder von der Vergabestelle getestet werden.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-15

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