Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Komplexität erproben und erleben
Elemente einer Didaktik des systemischen Denkens von Ueli Nagel und Sandra Wilhelm-Hamiti

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Wollen wir die Welt in Richtung Nachhaltigkeit verändern, müssen wir unsere Lebensweise in Frage stellen und ein kritisches Bewusstsein entwickeln. Wir müssen uns fragen, welche Interessen dahinterstehen, was die Beweggründe sind, warum wir so handeln wie wir handeln, auch Interessens- gegensätze und Widersprüche erkennen und akzeptieren, dass ein Schwarz–Weiss-Denken zu kurz greift. Komplexe Zusammenhänge erlauben keine einfachen Lösungen.

'Alles ist eine Frage der Perspektive und es gibt einen Blick von außen und einen Blick von innen!'

'Zeichen und Diagramme sind die neue Sprache, die komplexe Themen und Zusammenhänge sichtbar machen kann.'

'Zum Tunnel-Spiel: Wenn man Stau vermeiden will, muss man Straßen speren – das wäre die systemische Sicht zum Thema Verkehr.'

'Beispiel 'Fischpopulation': Wenn jeder nur auf sich und nicht auf das Ganze schaut (systemische Sicht), ist bald der Vorat für alle erschöpft.'

'Achtung: Systemisches Denken kann Lawinen auslösen, denn dann kann man mit Kindern (im Schulsystem) nicht mehr so umgehen, wie wir es heute tun!'

'Die komplexen Zusammenhänge und Vernetzungen erlauben keine einfachen Lösungen. Es braucht eine ganzheitliche und systemische Betrachtungsweise, um Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten zu verstehen.'


 Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema und Unterlagen dazu als Download.

Steckbriefe

Dr. Ueli Nagel ist Ökologe und Leiter der Fachgruppe Umweltbildung an der Pädagogischen Hochschule Zürich.
Derzeit arbeitet er an einer Studie zum Thema Kompetenzen in der Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Mag.a Sandra Wilhelm-Hamiti ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Didaktik des Systemdenkens“ im Rahmen des Studiums der Pädagogik und Umweltwissenschaften an der Universität Zürich.
Zuletzt aktualisiert: 2012-06-18

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