Praxismaterialien für den schulischen und außerschulischen Einsatz

Gedankenschule

© Chloé Thomas

Eine Methode zur Thematisierung von Klimawandel.

Der Klimawandel erfordert die aktive Beteiligung aller Menschen. Gemeinsam machen sich die Lernenden Gedanken über das Thema Klimawandel und setzen sich in diesem Zuge mit ihren eigenen Emotionen auseinander. Gemeinsam werden Maßnahmen zum Klimaschutz erarbeitet und in der Gruppe umgesetzt.


ABLAUF

Brainstorming

Die Klasse wird in Kleingruppen eingeteilt, jede Gruppe bekommt Moderationskärtchen (mind. fünf pro Teilnehmer*in, ev. einen Stapel zum Nachnehmen bereit legen). In der ersten Phase sammeln die Lernenden in der Kleingruppe etwa zehn Minuten lang ihre Gedanken und Assoziationen zum Klimawandel. Jeder Einfall wird auf ein eigenes Moderationskärtchen geschrieben und sichtbar für alle in der Kleingruppe aufgelegt. Dabei sind alle Einfälle erlaubt, die Beiträge sollen nicht bewertet und auch nicht diskutiert werden. Wichtig ist nur, dass die Ideen sprudeln und die Gedanken angeregt werden.

Weiterführende Links:
 Website Nationalpark Hohe Tauern


Downloads für diese Phase:
Klimawandel in den Hohen Tauern


Clustern

Nun werden die niedergeschriebenen Gedanken jeder Kleingruppe kurz im Plenum ausgetauscht. Gemeinsam werden die verschiedenen Einfälle aller Gruppen geclustert, auf einem eigenen großen Plakat in thematischen Gruppen zusammengefügt und mit Überschriften versehen (z. B. Auswirkungen des Klimawandels, Begriffe zum Klima, Maßnahmen zum Klimaschutz etc.).


Handlungsmöglichkeiten

Wenn das Übersichtsplakat mit allen Ideen der Klasse fertig ist, konzentriert sich die Gruppe auf die Handlungsmöglichkeiten bzw. die Maßnahmen zum Klimaschutz.
Hier kann im Plenum kurz gemeinsam diskutiert werden:
  • Welche Maßnahmen fallen euch ein?
  • Welche Maßnahmen kann man als Einzelperson umsetzen?
  • Welche Maßnahmen muss die Politik umsetzen?
  • Welche Maßnahmen könnt ihr als Klassengemeinschaft umsetzen?



Vereinbarung

Nach der Diskussion einigt sich die Klasse auf drei (relativ leicht umsetzbare) Maßnahmen, die sie gemeinsam durchführen will. Die Maßnahmen werden aufgeschrieben und gut sichtbar im Klassenraum aufgehängt. Es wird ein bestimmter Tag (z. B. in drei Wochen) vereinbart, an dem gemeinsam in der Klasse reflektiert wird, wie die Umsetzung funktioniert hat, was erreicht wurde und wie es weitergehen soll.


Reflexion

Wenn einige Zeit vergangen ist sammelt sich die Gruppe erneut und wiederholt die Maßnahmen, welche sie sich gemeinschaftlich vorgenommen haben umzusetzen. Im Plenum wird reflektiert:
  • Welche Maßnahmen haben wir gut umgesetzt?
  • Welche Maßnahmen haben wir nicht gut umgesetzt? Woran könnte das liegen?
  • Was haben wir in den letzten Wochen gelernt?
  • Wie leicht oder schwierig war die Umsetzung der Maßnahmen?
  • Was nehmen wir uns für die Zukunft vor?




Kompetenzorientierte Lernziele

  • Die Lernenden wissen, wie sich die globale Klimaerwärmung auf den Nationalpark auswirkt.
  • Die Lernenden sind durch die gemeinsame Einigung auf Klimaschutzmaßnahmen innerhalb der Klasse zu konkretem Handeln angeregt worden.
  • Die Lernenden reflektieren über ihr Verhalten.

Konnex zum Lehrplan



Quellen

Nationalparks Austria Öffentlichkeitsarbeit 2012-2014 (2014): durch.blick.kontakt. Die österreichischen Nationalparks im Unterricht. Wien: Eigenverlag.

Zuletzt aktualisiert: 2021-01-27

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Altersgruppen:

15+

Dauer:

1-3 Std.

Themenbereiche:

Sprache, Naturwissenschaften

Verwendete Methoden:

Brainstorming
Kleingruppenarbeit
Austausch im Plenum
Clustern
Plakatgestaltung

Geeignet für:

  • Schule

Benötigte Materialien:

  • Moderationskärtchen
  • Plakatpapier
  • Stifte

Download des gesamten Materials:

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Dieses Material wurde zur Verfügung gestellt von:


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